Hersteller von Sicherungsklemmen: Kompatibilität und Auslösecharakteristik von 5x20-mm-Sicherungspatronen für den Stromkreisschutz
Unter den zahlreichen Schutzvorrichtungen, die Schaltschrankbauern, Geräteherstellern und Elektrofachbetrieben zur Verfügung stehen, zählt die einfache Patronensicherung nach wie vor zu den zuverlässigsten und kostengünstigsten Lösungen zum Schutz von Niedrigleistungsstromkreisen, Netzteilen und empfindlichen elektronischen Geräten. Integriert in einen DIN-Schienen-Sicherungsklemmenblock, wird die Patronensicherung zu einem wartungsfreundlichen, normkonformen Schutzelement, das sich werkzeuglos und ohne Unterbrechung der Verkabelung in Sekundenschnelle austauschen lässt.
Für alle, die Sicherungsklemmenblöcke spezifizieren, kaufen oder integrieren, ist es unerlässlich, den Zusammenhang zwischen der Konstruktion des Sicherungsklemmenblocks, dem 5x20-mm-Sicherungsformat und der übergeordneten Schutzstrategie des Stromkreises zu verstehen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden technischen Leitfaden für Sicherungsklemmenblöcke, die für folgende Zwecke entwickelt wurden: 5x20mm Patronensicherungen, indem sie erklären, wie sie funktionieren und was Qualität auszeichnet. Hersteller von Sicherungsklemmenblöckenund wie Sie das richtige Produkt für Ihre Anwendung auswählen.
Grundlagen von Sicherungsklemmenblöcken und 5x20-mm-Patronensicherungen
Ein Sicherungsklemmenblock ist ein auf einer DIN-Schiene montiertes Bauteil, das eine Patronensicherung aufnimmt und einen sicheren, leicht zugänglichen Anschlusspunkt für den zu schützenden Stromkreis bietet. Die Sicherung wird im Klemmenblock durch einen federbelasteten oder klappbaren Sicherungshalter gehalten, der das Einsetzen, Entnehmen und Ersetzen der Sicherung ermöglicht, ohne dass Drahtverbindungen gelöst werden müssen. Diese Konstruktion ermöglicht einen schnellen Sicherungswechsel bei Wartungsarbeiten – eine entscheidende Anforderung in industriellen Schaltschränken, Stromverteilern und Gehäusen elektronischer Geräte.
Die 5x20-mm-Patronensicherung ist weltweit eine der am häufigsten verwendeten Sicherungsformen. Ihr Durchmesser von 5 mm und ihre Länge von 20 mm bieten ein optimales Verhältnis zwischen Nennstrom (typischerweise 50 mA bis 10 A für träge und flinke Sicherungen) und handlicher Größe. Das 5x20-mm-Format ist in der Norm IEC 60127 anerkannt, welche die Maß-, elektrischen und Leistungsstandards für Miniatursicherungen definiert. Dank dieser Normung sind 5x20-mm-Sicherungen verschiedener Hersteller in geeigneten Sicherungshaltern und Sicherungsklemmenblöcken in der Regel austauschbar.
Warum 5x20-mm-Sicherungen im modernen Schaltungsschutz weiterhin relevant sind
Trotz der zunehmenden Verbreitung von Leistungsschaltern, rücksetzbaren polymeren PPTC-Sicherungen (Positive Temperature Coefficient) und Halbleiter-Schutzvorrichtungen behält die traditionelle Patronensicherung wichtige Vorteile, die ihre anhaltende Relevanz in vielen Anwendungen gewährleisten.
Präziser Auslösestrom: Eine Patronensicherung liefert einen präzise definierten Auslösestrom. Das Sicherungselement schmilzt bei einem bestimmten Stromwert innerhalb enger Toleranzen, die in der Norm IEC 60127 festgelegt sind. Diese Präzision ist mit thermomagnetischen Schutzschaltern, die größere Auslösetoleranzen aufweisen und von der Umgebungstemperatur beeinflusst werden, schwer zu erreichen.
Kein mechanischer Verschleiß: Leistungsschalter enthalten bewegliche mechanische Teile, die mit der Zeit verschleißen können, insbesondere in Umgebungen mit starken mechanischen Vibrationen oder häufigen Fehlerausfällen. Eine Patronensicherung hingegen besitzt keine beweglichen Teile – sie funktioniert durch das Schmelzen eines präzise dimensionierten Metallelements. Dadurch eignen sich Sicherungen ideal für Anwendungen, bei denen die Auslösestromgenauigkeit langfristig und ohne Wartungseingriff gewährleistet sein muss.
Schnelle Fehlerbehebung: Schnell auslösende 5x20-mm-Sicherungen (Typ F) unterbrechen hohe Fehlerströme in Millisekunden und bieten so einen optimalen Schutz für empfindliche elektronische Schaltungen, die die längeren Abschaltzeiten von Leitungsschutzschaltern nicht vertragen. Die Kombination aus präzisem Auslösestrom und schneller Abschaltung macht diese Sicherungen zur bevorzugten Schutzlösung für Eingangsstufen von Stromversorgungen, Mess- und Instrumentierungsschaltungen sowie Kommunikationsbusleitungen.
Kosteneffizienz: Für Stromkreise mit niedrigen Strömen im Bereich von 100 mA bis 10 A zählen Patronensicherungen im Format 5 x 20 mm zu den kostengünstigsten verfügbaren Schutzlösungen. Der Sicherungsanschlussblock verursacht zwar zusätzliche Kosten, die gesamte Schutzeinrichtung ist jedoch im Vergleich zu Leitungsschutzschaltern weiterhin sehr wettbewerbsfähig.
Funktionsweise von Sicherungsklemmenblöcken: Die mechanische und elektrische Konstruktion
Ein Sicherungsklemmenblock für 5x20-mm-Patronensicherungen besteht aus mehreren mechanischen und elektrischen Teilsystemen, die zuverlässig zusammenarbeiten müssen:
Sicherungsträger: Der Mechanismus hält die 5x20-mm-Sicherung im Klemmenblock. Der Halter muss ausreichend Anpressdruck ausüben, um eine niederohmige elektrische Verbindung zwischen den Sicherungskappen und den Klemmenblockkontakten zu gewährleisten. Federbelastete Halter halten den Anpressdruck über die gesamte Lebensdauer des Klemmenblocks und auch bei wiederholtem Sicherungswechsel aufrecht. Klappbare Halter ermöglichen einen leichteren Zugang zum Sicherungswechsel in beengten Schaltschränken.
Kontaktsystem: Die stromführenden Kontakte greifen in die Kappen der 5x20-mm-Sicherungen ein. Hochwertige Sicherungsklemmen verwenden versilberte oder vergoldete Kontakte für minimalen Kontaktwiderstand und zuverlässige Leitfähigkeit. Die Kontaktkonstruktion muss die Fertigungstoleranzen von Standard-5x20-mm-Sicherungen berücksichtigen, deren Kappendurchmesser eine Toleranz von ca. ±0,1 mm aufweist.
Drahtanschluss: Die Anschlusspunkte für die externe Stromkreisverdrahtung. Schraubklemmen sind für Sicherungsanschlüsse auf Verteilerebene am gebräuchlichsten, Federkäfig- und Steckklemmen sind jedoch ebenfalls erhältlich. Die Drahtanschlüsse sollten für Drahtquerschnitte von 0,5 mm² bis 4 mm² oder größer geeignet sein, abhängig von der Strombelastbarkeit des Klemmenblocks.
Optische Sicherungsstatusanzeige: Viele moderne Sicherungsklemmenblöcke verfügen über eine optische Anzeige für durchgebrannte Sicherungen – eine Neonlampe oder LED, die parallel zur Sicherung geschaltet ist und aufleuchtet, wenn die Sicherung ausgelöst hat. Dadurch wird der Fehlerzustand klar angezeigt, ohne dass der Wartungstechniker den Sicherungsträger entfernen und das Sicherungselement visuell überprüfen muss.
Hilfskontakt: Die Anzeige durchgebrannter Sicherungen ist auch in industriellen Automatisierungsanwendungen üblich. Der Hilfskontakt kann mit einem SPS-Eingang, einem Überwachungsrelais oder einem optischen/akustischen Alarm verbunden werden, um eine Fernanzeige des Durchbrennens einer Sicherung zu ermöglichen. Diese Funktion ist in unbemannten Anlagen unerlässlich, da eine defekte Sicherung sonst möglicherweise unbemerkt bliebe, bis ein größerer Systemausfall auftritt.
Die Auslösecharakteristik von 5x20mm Patronensicherungen
Das Verständnis des Verhaltens einer 5x20-mm-Patronensicherung unter Überstrombedingungen ist für die korrekte Auslegung von Stromkreisen unerlässlich. Sicherungen werden durch ihre Strom-Zeit-Kennlinien charakterisiert, die üblicherweise als Auslösekennlinien bezeichnet werden.
Schnellzündsicherungen (Typ F): Diese Sicherungen sind so konstruiert, dass sie bei Kurzschluss oder erheblichen Überlastströmen schnell auslösen. Eine typische 5x20-mm-Flinksicherung unterbricht einen Kurzschlussstrom des Zehnfachen des Nennstroms in etwa 1–10 Millisekunden und einen Kurzschlussstrom des Doppelten des Nennstroms in 1–10 Sekunden, abhängig von der spezifischen Stromstärke und der Ausführung des Sicherungselements. Flinksicherungen eignen sich zum Schutz von Stromkreisen, die keinen kurzzeitigen Einschaltströmen ausgesetzt sind – beispielsweise Stromversorgungen, elektronische Steuerschaltungen und Signalleitungen.
Zeitverzögerte Sicherungen (T-Typ oder Überspannungsschutzsicherungen): Diese Sicherungen verfügen über einen thermischen Verzögerungsmechanismus – typischerweise ein federbelastetes Element mit Lötstelle –, der es der Sicherung ermöglicht, kurzzeitige Einschaltströme zu tolerieren, ohne auszulösen. Eine typische 5x20-mm-Trägheitssicherung kann den doppelten Nennstrom für einige Sekunden und den zehnfachen Nennstrom für etwa 50–200 Millisekunden führen, ohne auszulösen. Trägheitssicherungen eignen sich für Stromkreise mit Motoren, Transformatoren oder kapazitiven Lasten, die beim normalen Anlauf hohe Einschaltströme ziehen.
Sehr schnell wirkende Sicherungen (FF-Typ): Diese Sicherungen beseitigen Fehler noch schneller als herkömmliche flinke Sicherungen, die typischerweise zum Schutz von Halbleiterbauelementen (Dioden, Thyristoren, Transistoren) in Leistungselektronikschaltungen eingesetzt werden. Die Auslösekennlinie einer sehr schnell ansprechenden 5x20-mm-Sicherung ist auf die deutlich geringere Stoßspannungsfestigkeit von Halbleiterbauelementen abgestimmt.
Auswahl der richtigen Sicherungsauslösecharakteristik: Die Wahl zwischen flinken, trägen und sehr schnell ansprechenden 5x20-mm-Sicherungen hängt ausschließlich von den Eigenschaften der zu schützenden Last ab. Der Einsatz einer flinken Sicherung in einem Stromkreis mit Motoranlaufstrom führt beim normalen Anlauf zu unerwünschten Auslösungen. Der Einsatz einer trägen Sicherung in einer empfindlichen elektronischen Schaltung kann dazu führen, dass ein Fehlerstrom zu lange anhält und Schäden verursacht, bevor die Sicherung auslöst. Für die korrekte Sicherungsauswahl ist ein umfassendes Verständnis sowohl der potenziellen Überstromquelle (Fehlerquelle) als auch der Lastcharakteristik (Normalstrom- vs. Fehlerstromverlauf) erforderlich.
Was einen qualitativ hochwertigen Hersteller von Sicherungsklemmenblöcken auszeichnet
Nicht alle Sicherungsklemmen sind gleich. Die Qualität des Sicherungsträgermechanismus, die Kontaktkonstruktion, die Isoliermaterialien und die während der Fertigung angewandten Qualitätskontrollprozesse tragen alle zur Zuverlässigkeit und Langzeitleistung des Bauteils bei.
Hier die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:
Kontakt Design und Material: Hochwertige Hersteller von Sicherungsklemmenblöcken verwenden Mehrpunktkontakte, die eine zuverlässige Verbindung über die gesamte Oberfläche der Sicherungskappe gewährleisten. Das Kontaktmaterial – typischerweise eine Kupferlegierung mit Zinn-, Silber- oder Goldbeschichtung – muss seine mechanischen Eigenschaften und seinen Kontaktwiderstand über Tausende von Sicherungswechselzyklen hinweg beibehalten. Günstigere Ausführungen verwenden hingegen oft Einpunktkontakte, die schnell verschleißen und mit der Zeit einen hohen Kontaktwiderstand entwickeln.
Isoliermaterial für das Gehäuse: Das Gehäuse des Klemmenblocks sollte aus einem hochwertigen, flammhemmenden technischen Kunststoff gefertigt sein, der für Dauerbetriebstemperaturen von mindestens 105 °C ausgelegt ist. Polyamid (PA) gemäß UL94 V-0 ist der Industriestandard für hochwertige Sicherungsklemmenblöcke. Bei minderwertigen Klemmenblöcken können Polypropylen oder andere Materialien mit unzureichenden Temperaturbeständigkeiten oder Flammschutz verwendet werden.
Dielektrische Eigenschaften: Die Klemmenleiste muss der maximalen Systemspannung zwischen spannungsführenden Teilen und geerdeten Metallteilen standhalten. Eine Nennspannung von 400 V AC oder höher bietet für die meisten industriellen Niederspannungsanwendungen ausreichende Sicherheitsreserve. Die dielektrische Prüfspannung beträgt typischerweise 2 kV AC für eine Minute gemäß IEC-Normen.
Nennstrombereich: Qualitätshersteller bieten Sicherungsklemmenblöcke für einen breiten Strombereich an, typischerweise von 1 A bis 10 A oder höher. Dabei werden für jede Nennstromstärke die passenden Sicherungsträger und Kontaktkonstruktionen verwendet. Eine einzelne Klemmenblockkonstruktion, die einen zu breiten Strombereich abdecken soll, kann die Leistung bei extremen Stromstärken beeinträchtigen.
Qualitätssicherung: Die Zertifizierung nach ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme, kombiniert mit Typprüfungen nach relevanten IEC-Normen (insbesondere IEC 60947 für Niederspannungsschaltanlagen und IEC 60127 für Sicherungen), gewährleistet eine gleichbleibend hohe Fertigungsqualität. Prüfzeichen von Drittanbietern – CE, UL, VDE, CSA – bestätigen zusätzlich, dass die Produkte die Sicherheits- und Leistungsstandards erfüllen.
Gängige Anwendungsszenarien für 5x20mm Sicherungsklemmenblöcke
Sicherungsklemmenblöcke mit 5x20-mm-Patronensicherungen werden in einer Vielzahl von industriellen, kommerziellen und instrumentellen Anwendungen eingesetzt:
Schutzschaltungen in industriellen Automatisierungsanlagen: SPS-Schaltschränke, Motorsteuerzentren und Prozessautomatisierungsanlagen verwenden Sicherungsklemmenblöcke zum Schutz von Eingangs- (Sensoren, Schalter, Messumformer) und Ausgangskreisen (Magnetventile, Kontrollleuchten, Kleinmotoren). Die werkzeuglose Zugänglichkeit zum Sicherungswechsel macht Sicherungsklemmenblöcke zur bevorzugten Schutzmethode in wartungsintensiven Industrieumgebungen.
Schutz des Netzteileingangs: AC/DC-Netzteile für Industrieelektronik, Mess- und Kommunikationsgeräte verwenden üblicherweise 5x20-mm-Sicherungen an ihren Eingangsstufen. Ein Sicherungsanschlussblock am Netzteileingang ermöglicht eine schnelle Diagnose und Behebung des Fehlers, wenn die Eingangssicherung durch einen Netzteilfehler ausgelöst hat.
Instrumentierung und Messgeräte: Empfindliche Messgeräte – Oszilloskope, Signalanalysatoren, Präzisionsleistungsmesser – verwenden typischerweise träge 5x20mm-Sicherungen in ihren Stromeingangsschaltungen, um vor nachgelagerten Fehlern zu schützen und gleichzeitig den kurzzeitigen Einschaltstrom der Eingangskondensatoren von Schaltnetzteilen zu tolerieren.
Gebäudeautomation und HLK-Steuerungen: Schaltschränke für HLK-Anlagen, Zutrittskontrollsysteme, Brandmeldeanlagen und andere Gebäudeautomationssysteme verwenden häufig Sicherungsklemmen zum Schutz der Stromkreise. Die Kombination aus einfachem Sicherungswechsel und optischer Anzeige einer durchgebrannten Sicherung ist in der Gebäudewartung von Vorteil, da das Wartungspersonal dort möglicherweise keine spezielle elektrotechnische Ausbildung besitzt.
Kommunikations- und Netzwerkausrüstung: RS-485-Busnetzwerke, CAN-Busnetzwerke und andere industrielle Kommunikationssysteme verwenden häufig Sicherungsklemmenblöcke zum Schutz der Kommunikationsstromschienen und der Eingänge einzelner Knoten. Die schnelle Auslösecharakteristik vieler FF-Sicherungen (5x20 mm) ermöglicht eine rasche Fehlerbehebung und schützt so den Kommunikationsbus vor einem defekten Knoten.
Bewährte Installationspraktiken für Sicherungsklemmenblöcke
Die fachgerechte Installation von Sicherungsklemmenblöcken gewährleistet, dass die Schutzfunktion des Stromkreises während der gesamten Betriebsdauer der Anlage zuverlässig und sicher funktioniert. Folgende Vorgehensweisen sollten beachtet werden:
Richtige Auswahl der Sicherungsnennleistung: Die Sicherungsnennleistung sollte anhand des Nennstroms des geschützten Stromkreises unter Berücksichtigung üblicher Überlastungen (z. B. beim Anlauf eines Motors) gewählt werden. Eine Sicherung mit einer Nennleistung von 125 % des Nennstroms ist ein gängiger Ausgangspunkt für Stromkreise ohne Motor, wobei die spezifischen Lastcharakteristika zu berücksichtigen sind.
Verwenden Sie den richtigen Sicherungstyp: Die Auslösecharakteristik der Sicherung (flink, träge oder sehr schnell) muss auf die Lastcharakteristik abgestimmt sein. Die Verwendung des falschen Sicherungstyps führt entweder zu unerwünschten Auslösungen oder zu unzureichendem Schutz.
Vor der Installation prüfen, ob die Sicherung intakt ist: Prüfen Sie vor dem Einsetzen einer neuen Sicherung in die Klemmenleiste stets deren Durchgängigkeit. Eine optisch nicht erkennbare Unterbrechung kann beim Einschalten zu einem sofortigen Ausfall führen und fälschlicherweise für einen Verdrahtungsfehler gehalten werden.
Alle Drahtanschlüsse mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen: Bei Schraubklemmenblöcken müssen alle Klemmschrauben mit dem in der Herstellerdokumentation angegebenen Drehmoment angezogen werden. Zu lockere Verbindungen führen zu hohem Widerstand und können überhitzen; zu fest angezogene Verbindungen können den Klemmenblock beschädigen oder das Gewinde beschädigen.
Beschriften Sie jeden Sicherungsanschlussblock: Jeder Sicherungsanschlussblock sollte zur Identifizierung des geschützten Stromkreises beschriftet sein. In einem Verteilerkasten mit mehreren abgesicherten Stromkreisen ermöglicht eine eindeutige Beschriftung dem Wartungspersonal, die relevante Sicherung im Fehlerfall schnell zu identifizieren.
Nehmen Sie Ersatzsicherungen in den Wartungsbestand auf: Jede Schalttafel oder jeder Geräteschrank mit Sicherungsklemmen sollte einen Vorrat an Ersatzsicherungen in den für die Installation verwendeten Nennleistungen enthalten. Üblicherweise wird bei der Schalttafelkonstruktion ein Ersatzsicherungshalter oder ein Ersatzsicherungsfach mit verschiedenen Nennleistungen vorgesehen.
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Fazit: Die Wahl des richtigen Herstellers von Sicherungsklemmenblöcken
Die Wahl des Herstellers eines Sicherungsklemmenblocks hat direkten Einfluss auf die Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Sicherheit der geschützten Stromkreise. Ein hochwertiger Sicherungsklemmenblock mit einem durchdachten Trägermechanismus, zuverlässigen Kontakten und den entsprechenden Nennwerten gewährleistet jahrzehntelangen störungsfreien Betrieb mit routinemäßigem Sicherungswechsel. Ein minderwertiger Klemmenblock hingegen verursacht ständige Wartungsprobleme – beispielsweise einen hohen Kontaktwiderstand, der zu unerwünschter Erwärmung führt, verschlissene Träger, die einen schlechten Sicherungskontakt verursachen, oder unzureichende dielektrische Eigenschaften, die potenzielle Gefahren durch Stromschläge oder Lichtbögen bergen.
Bei der Auswahl eines Herstellers für Sicherungsklemmenblöcke sollten Sie nicht nur auf den Preis achten. Berücksichtigen Sie die Qualität des Kontaktsystems, die Robustheit des Sicherungsträgers, die Verfügbarkeit von Zusatzkontakten zur Fernanzeige durchgebrannter Sicherungen, die Vollständigkeit der technischen Dokumentation und die Reaktionsschnelligkeit des Herstellers bei technischen Anfragen. Diese Faktoren unterscheiden eine echte Partnerschaft mit einem kompetenten Hersteller von einem reinen Kauf, der langfristig durch Wartungsausfälle und ungeplante Stillstandszeiten teurer werden kann.
Die Patronensicherung in ihrer 5x20-mm-Ausführung ist seit über einem Jahrhundert ein Eckpfeiler des Schaltungsschutzes – und das aus gutem Grund. In einem hochwertigen Sicherungsanschlussblock eines renommierten Herstellers ist sie nach wie vor eine der elegantesten, zuverlässigsten und kostengünstigsten Lösungen für den Schaltungsschutz in industriellen, gewerblichen und messtechnischen Niederspannungsanwendungen.
Häufig gestellte Fragen
F: Worin besteht der Unterschied zwischen einer flinken (Typ F) und einer trägen (Typ T) 5x20mm-Patronensicherung?
A: Eine flinke Sicherung löst bei Überschreitung ihres Nennstroms innerhalb von Millisekunden aus und beseitigt so Kurzschlussfehler. Eine träge Sicherung hingegen verfügt über ein thermisches Verzögerungselement, das kurze Einschaltstromspitzen (z. B. Anlaufströme von Motoren) übersteht, ohne auszulösen, und gleichzeitig Schutz vor anhaltender Überlastung bietet. Träge Sicherungen sind gemäß IEC 60127 durch die Kennzeichnung „T“ auf dem Sicherungskörper, flinke Sicherungen durch die Kennzeichnung „F“ gekennzeichnet.
F: Kann jede 5x20-mm-Patronensicherung in jedem 5x20-mm-Sicherungsklemmenblock verwendet werden?
A: Im Allgemeinen ja – 5x20-mm-Sicherungen entsprechen den standardisierten Maßvorgaben gemäß IEC 60127 und können in jeden passenden Sicherungshalter oder jede Klemmenleiste eingesetzt werden. Die Spannungs- und Strombelastbarkeit der Klemmenleiste muss jedoch für die Anwendung ausreichend sein. Prüfen Sie stets, ob sowohl die Sicherung als auch die Klemmenleiste für die Systemspannung und die zu erwartenden Fehlerströme ausgelegt sind.
F: Was ist eine durchgebrannte Sicherungsanzeige und wie funktioniert sie in einem Sicherungsklemmenblock?
A: Eine Sicherungsdurchbrenneranzeige ist ein optisches oder elektrisches Signal, das anzeigt, wenn die Sicherung ausgelöst hat. In Sicherungsklemmenblöcken wird dies üblicherweise durch eine kleine Neonlampe oder LED parallel zur Sicherung realisiert. Beim Auslösen der Sicherung liegt die volle Netzspannung an der Anzeigelampe an, wodurch diese aufleuchtet und ein deutliches, sichtbares Signal für den Sicherungsausfall liefert. Einige Klemmenblöcke verfügen zudem über einen Hilfskontakt, der zur Fernanzeige an eine SPS, ein Relais oder ein Alarmsystem angeschlossen werden kann.
F: Was ist die maximale Spannungsfestigkeit für einen 5x20mm Sicherungsklemmenblock?
A: Standardmäßige 5x20-mm-Sicherungen sind gemäß IEC 60127 für Systemspannungen bis zu 250 V AC oder DC ausgelegt. Die meisten hochwertigen Sicherungsklemmen sind mindestens für 250 V AC ausgelegt, viele sogar bis 400 V AC, um eine Sicherheitsreserve für industrielle Verteilsysteme zu gewährleisten. Überprüfen Sie stets die Nennspannung der Sicherung und der Klemme anhand der maximalen Systemspannung Ihrer Anwendung.
F: Wie wähle ich die richtige Stromstärke für eine 5x20mm-Sicherung in meinem Stromkreis aus?
A: Die Sicherungsnennstromstärke sollte über dem normalen Nennstrom des Stromkreises, aber unter dem Strom liegen, der die Leiter oder die zu schützenden Geräte beschädigen würde. Üblicherweise wird eine Sicherungsnennstromstärke von 125 % bis 150 % des normalen Nennstroms gewählt. Bei Stromkreisen mit Motoren oder Transformatoren muss der Anlaufstrom berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass die Sicherung im Normalbetrieb nicht durchbrennt. Im Zweifelsfall konsultieren Sie die Schutzrichtlinien des Geräteherstellers oder ziehen Sie einen qualifizierten Elektrotechniker hinzu.
F: Wie kann ich prüfen, ob eine 5x20mm-Patronensicherung noch intakt ist?
A: Eine Patronensicherung kann mit einem Multimeter im Durchgangs- oder Widerstandsmessmodus geprüft werden. Eine intakte Sicherung zeigt einen niedrigen Widerstandswert an (typischerweise unter 1 Ohm bei einer 5x20-mm-Sicherung bei Raumtemperatur). Eine durchgebrannte Sicherung zeigt unendlichen Widerstand (kein Durchgang). Beachten Sie, dass manche Sicherungstypen – insbesondere sehr schnell schaltende Sicherungen mit sehr feinen Elementen – selbst im intakten Zustand einen etwas höheren Widerstandswert aufweisen können, aber dennoch Durchgang anzeigen sollten. Eine definitiv durchgebrannte Sicherung ist immer defekt und muss ersetzt werden.











